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Blog VIB

Kennen Sie den pH-Wert des Bodens?

Dienstag, 22 März 2016

Die Einführung der Phosphatrechte ,in die Niederlande, zwingt zu einem effizienten Umgang mit dem Mineralienhaushalt. Ein gutes Hilfsmittel dabei ist der „Kringloopwijzer“. Dieser zeigt genau an, wo beim jeweiligen Unternehmen die Stärken und Schwächen in Sachen Mineraliennutzung liegen. Ein effizienter Umgang mit der Nutzung von Mineralien kann zu höheren Ernteerträgen führen. Gleichzeitig wird der Verlust an Mineralstoffen reduziert. Dies sind wichtige Punkte, die man als Unternehmer auf die Dauer besser in den Griff bekommt.

Aber trotz aller Veränderungen ist das Bewusstsein in dieser Sache noch nicht bei jedermann geschärft. Der Gedanke, dass der Boden optimale Leistungen erbringen muss, ist noch nicht in allen Betrieben verankert. In diesem Zusammenhang sei der pH-Wert des Bodens erwähnt. Einschlägige Zahlen und Fakten von Koninklijke Barenbrug Group:

  • 30 % der Unternehmer haben den pH-Wert nicht untersucht;
  • 30 % des Weidelandes weisen einen zu niedrigen pH-Wert auf,
  • 50 – 80 % des Maislandes weisen einen pH-Wert unter 4,8 auf,
  • 10 % des Maislandes weisen einen pH-Wert unter 4,5 auf.

Salopp ausgedrückt: Diese Zahlen haben sich gewaschen. Aber weshalb ist es eigentlich wichtig, den pH-Wert des Bodens zu kennen?

Ein zu niedriger oder nicht optimaler pH-Wert wirkt sich negativ auf die Mineralienaufnahme des Bodens aus; die Mineralien werden leicht ausgewaschen. Bei sehr niedrigen pH-Werten (< 4,5) ist nach Ansicht vieler Experten sogar das Düngen sinnlos. Es ist also sehr wichtig, vor Bearbeitung des Bodens zu wissen, wie es um den pH-Wert des Bodens bestellt ist.

Als Anhaltspunkte sind hier die Zielwerte pH-KCI von Sand, von abgetorftem Boden und von Moorboden aufgeführt:

Anteil an organischen Stoffen (%) Gewünschter pH-Wert
< 5,0 5,3 – 5,7
5,0 – 7,9 5,1 – 5,5
8,0-14,9 5,0 -5,4
> 15,0 4,8 – 5,2

Wer einen effizienten Umgang mit dem Mineralienhaushalt anstrebt, muss auch wissen, was auf den Boden gelangt. Mit anderen Worten: Was steckt im Dünger? Um Antwort auf diese Frage zu bekommen, lassen immer mehr Milchviehbetriebe ihren Dünger untersuchen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, denn die Praxis weist aus, dass viele Milchviehhalter bei Gülle von Durchschnittswerten ausgehen. Das ist schlicht und ergreifend problematisch, denn in Wahrheit variieren die Werte von Gülle stark.

Das Labor für Landwirtschaft und Umwelt Eurofins Agro sagt dazu: „In Abhängigkeit von unter anderem Ration und Tiergruppe, variieren die Werte von Gülle stark, sogar von Jahr zu Jahr.“

Wie weit die Werte von Gülle auseinanderklaffen, zeigt nachstehende Tabelle. In der ersten Spalte ist der Durchschnittswert aufgeführt. In der zweiten Spalte steht der niedrigste, in der dritten der höchste Wert.

  Abweichung
Durchschnitt Niedrigste Wert Höchste Wert
N 4,0 3,4 4,6
P205 1,6 1,2 2,0
P 0,7 0,5 0,9
K20 5,5 4,0 6,5
K 4,6 3,3 5,4

Die Tabelle zeigt, wie wichtig es ist, zu wissen, was in Ihrer Gülle steckt. Wir empfehlen deshalb dringend: Lassen Sie Ihre Gülle untersuchen und lassen Sie den pH-Wert Ihres Bodens feststellen!

Würden Sie gern mehr über das Düngen wissen oder möchten Sie einen Termin zur Aufstellung eines Düngeplans vereinbaren? Kontaktieren Sie Iris Kooijman durch +31 (0)592 614 265 oder iriskooijman@vibconsulting.nl